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Geburt

Jede Frau erlebt die Geburt auf ihre eigene Weise. Vom medizinischen Standpunkt aus verläuft der Geburtsvorgang gewiss nach einem konkreten Schema doch so individuell jede Frau ist, so einmalig ist jede Entbindung. So unterschiedlich wie die gebärenden Frauen sind auch die Erfahrungen und Empfindungen, die dabei gemacht werden.

Die vorausgegangene Schwangerschaft hat sicher auch großen Einfluss kommende Geburt. Hatte eine Frau kaum Probleme oder Beschwerden wird sie sicher mit weniger Furcht und damit lockerer und zuversichtlicher der Entbindung entgegenblicken als eine, deren Schwangerschaft schon problematisch verlaufen ist.

Die Geburt eines Babys mitzuerleben ist für beide Elternteile ein unvergessliches eindrucksvolles Ereignis. Nach der Entbindung sind alle Strapazen und Fürchte vergessen und es überwiegt die Freude über den Nachwuchs.



Die Geburt beginnt

Mit Spannung wird die Geburt des ersten Kindes erwartet. Der errechnete Termin der Entbindung rückt immer näher und die letzten Tage der Schwangerschaft sind bereits ziemlich anstrengend für die Mutter. Nun wird auch der Wunsch in Ihnen Sie immer stärker endlich Ihr Baby in Arme nehmen zu können. Doch Ihr Kind lässt sich Zeit. Da sich der Entbindungstermin nicht exakt festlegen lässt, kommen viele Kinder bis zu 10 Tage früher oder später als der errechnete Termin der Geburt auf die Welt. Dies ist völlig in Ordnung

Es schadet Ihnen und Ihrem Baby nicht, wenn sich die Entbindung etwas verzögert. Sie brauchen nicht nervös zu werden oder Angst zu haben die ersten Zeichen der einsetzenden Geburt nicht zu erkennen. Im Zweifelfall wird Ihr behandelnder Arzt die notwendigen Maßnahmen einleiten.

Es kann vorkommen dass Vorwehen oder „wilde Wehen“ Sie täuschen und Sie glauben lassen die Geburt beginnt. Falls Sie nun schon eine Klinik aufsuchen wird man Sie beruhigen und wieder nach Hause schicken, denn solche Vorwehen können schon einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu spüren sein. Sie sind einzig und allein erste Anzeichen dafür dass die Gebärmutter sich in Vorbereitung auf die Entbindung sengt. Diese Vorwehen sind unregelmäßig und haben erstmal wenig mit den charakteristischen Geburtswehen zu tun. Lassen Sie sich nicht verunsichern.

Sie werden ganz sicher merken wenn die Geburt Ihres Babys einsetzt. Auch wenn sich Ihr Kind Zeit lässt, es kommt zur Welt!



Verlauf der Geburt

Eine normale Geburt kündigt sich durch die einsetzenden, regelmäßigen Wehen an, die an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Die so eingeleitete Eröffnungsphase, in der sich der Muttermund vollständig öffnet, dauert häufig Stunden. In der Zeit sollten Sie versuchen Ihre Kräfte zu sparen und mit erlernbarer Atemtechnik die Wehen zu überstehen. Ihr Partner kann Ihnen dabei helfen.

Während der anschließenden Austreibungsphase werden die Wehen immer kräftiger und intensiver bis sich schließlich das Bedürfnis zum Pressen einstellt. Und nun kommt Ihr Baby zur Welt.

Nach der Geburt setzt abschließend Nachgeburtsphase ein. Sie endet mit der Ausstoßung der Plazenta Die Hebamme oder ein Arzt wird prüfen ob die Plazenta komplett ausgestoßen ist, um Infektionsrisiken zu vermeiden.


Komplikationen während der Geburt

Die meisten Geburten verlaufen auf natürliche Weise. Dennoch entstehen ab und zu Umstände im Laufe der Entbindung, die ein operatives Eingreifen notwendig machen. Auch wenn die Geburt zunächst normal beginnt, können später Komplikationen auftreten.


- Durchblutungsstörungen, die die Plazenta betreffen
- die Verschlingung oder Verknotung der Nabelschnur
- Unregelmäßigkeiten der Herztöne des Babys,
- Übermüdung der Mutter nach der Eröffnungsphase.

Auch nach einer reibungslosen Schwangerschaft kann sich solch eine Störung im Geburtsverlauf selbst zeigen. Hierbei kann die Entbindung durch ein operatives Eingreifen notwendig werden, die entweder über die Scheide, mit Hilfe einer Zange oder Saugglocke oder auf operativem Wege über den Bauch der Mutter als Kaiserschnitt erfolgen wird. Bei einem derartigen Geburtsverlauf ist die Anwesenheit eines Arztes grundsätzlich notwendig.


Risikogeburten

Von einer Risikogeburt spricht man grundsätzlich nach einer vorausgegangenen Risikoschwangerschaft. Ihre behandelnde Ärztin bzw. Arzt wird Sie innerhalb der Vorsorgeuntersuchung bereits über eventuelle Risiken aufklären. In den meisten Fällen ist eine Risikogeburt wahrscheinlich wenn:

- die schwangere Frau herz- oder zuckerkrank ist,
- die schwangere Frau schon einmal Fehl- oder Frühgeburt erlitten hat,
- die schwangere Frau einer Mehrlingsgeburt entgegenblickt,
- der errechnete Termin der Entbindung weit überschritten wurde, man spricht hier von einer Spätgeburt.



 

 
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